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Transportation & Geoinformation

Treffpunkt Mobilität

 

Treffen in Kalsdorf bei Graz

Am 3. Juli versammelten sich interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft in der Marktgemeinde Kalsdorf bei Graz, um das Thema Verkehr aus ganz persönlicher Sicht zu diskutieren.

Der „Treffpunkt Mobilität“ war die erste öffentliche Veranstaltung des Mobilitätslabors „Über Stadtgrenzen“, einem Forschungsprojekt im Rahmen der österreichischen Initiative „Mobilität der Zukunft“. Bei diesem Projekt befasst sich ein Team aus Fachleuten (Technische Universität Wien, PLANUM/Graz, PRISMA solutions/Mödling, NÖ) mit dem Verkehr zwischen Stadt und Umland. Dabei wird der Zusammenhang zwischen Verkehrsinformation, den „Landkarten im Kopf“ und dem konkreten Mobilitätsverhalten untersucht. Gemeinsam mit den Beteiligten aus der Stadt Graz und den Umlandgemeinden werden Ideen und Lösungen für eine zukunftsfähige Mobilität entwickelt.

Die etwa 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden zuerst von Frau Bürgermeisterin Ursula Rauch im Gemeindesaal von Kalsdorf herzlich begrüßt und danach mit einer kurzen Präsentation über das „Mobilitätslabor“ informiert.

Eine „Werkstätte“ bot Themeninseln, bei denen Kleingruppen an konkreten Aufgaben arbeiteten:

Der Kostenfaktor

So wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei einer Station gebeten, auf vorbereiteten Karten einzuzeichnen, wie weit sie mit 5 € Reisebudget von Kalsdorf bzw. von Graz kommen. 

Fragen nach der Art des Verkehrsmittels, der Kostengrundlage beim PKW (amtliches km-Geld, Treibstoff etc.) oder ob der gesteigerte Nahrungsbedarf beim Zufußgehen und Radfahren ebenfalls als Kostenfaktor zu berücksichtigen seien, heizten die Diskussionsrunde an.

Der Wohlfühlfaktor

Eine weitere Station hatte attraktive und unattraktive Punkte und Strecken zum Thema. Heraus kam, dass der „Wohlfühlfaktor“ beim Gehen und Radfahren in der Fußgängerzone in Graz oder auf schönen Freizeitradwegen hoch ist. Negativ bewertet wurden hingegen überlastete Straßen und öffentliche Verkehrsmittel, hässliche Umsteigeknoten oder Lücken im Radwegenetz.

Bevorzugte Verkehrsmittel

An einer anderen Station zeichneten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre persönlichen Anreisewege zur Veranstaltung nach Kalsdorf ein. Die meisten kamen mit dem eigenen Fahrzeug (PKW oder Motorrad), einige nutzten öffentliche Verkehrsmittel (Bahn und Bus), das Fahrrad oder ein E-Mobil. Aber keine der Personen kam ausschließlich zu Fuß. 

Einkaufsmöglichkeiten in der Region

Eine Themeninsel beleuchtete die Fragestellung, mit welchen Verkehrsmitteln Güter für den kurz-, mittel- und langfristigen Bedarf besorgt werden. Resultat: Lebensmittel werden bevorzugt in näherer Umgebung des Wohn- und Arbeitsorts besorgt und daher spielen hier nicht motorisierte Verkehrsmittel, teilweise auch öffentliche Verkehrsmittel, eine wichtiger Rolle. Güter des mittel- bis langfristigen Bedarfs hingegen werden bevorzugt in den Einkaufszentren am Stadtrand oder in der Grazer Innenstadt gekauft. Während die gute Erreichbarkeit der Grazer Innenstadt hervorgehoben wurde, werden die Einkaufszentren am Stadtrand fast ausschließlich mit dem PKW angefahren.

Mobilitätsanalyse zu wichtigen Zielen der Region

Während die Anwesenden an den Arbeitsstationen zeichneten, diskutierten und bunte Zettel klebten, war PRISMA solutions mit der Software-unterstützten Auswertung der zuvor ausgefüllten Fragebögen beschäftigt. Darin wurde zu fünf wichtigen Zielen in der Region abgefragt, welches Verkehrsmittel bevorzugt genutzt und wie die Reisezeit damit eingeschätzt wird. Die Ergebnisse zeigen, dass im Falle eines Ausgangspunktes in Graz städtische Ziele wie das Krankenhaus Graz oder die Messe Graz bevorzugt mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden, während zum Flughafen oder zur Talstation der Schöckl-Seilbahn mehrheitlich das Auto genutzt wird. Auch von Kalsdorf aus werden zentrumsnahe Ziele in Graz bevorzugt mit öffentlichen Verkehrsmitteln angefahren, während zur Shopping City Seiersberg, zum Krankenhaus Graz oder zum Schöckl der PKW dominiert.

Konstruktive Ergebnisse motivieren zu weiteren Veranstaltungen

Sowohl Teilnehmerinnen und Teilnehmer als auch das Veranstaltungsteam lobten die gute und konstruktive Stimmung in den Kleingruppen. Die unmittelbaren Antworten der teilnehmenden Personen geben wichtige Einblicke auf subjektive Entscheidungen wie Verkehrsmittelwahl und individuelles Mobilitätsverhalten.

Im Herbst 2015 sind zwei weitere Veranstaltungen mit einer Mobilitätsexkursion in der Region geplant. Alle Ergebnisse sowie Vorschläge für Lösungsansätze werden dann der Öffentlichkeit präsentiert.

 

Weitere Informationen

Mobilitätslabor „Über Stadtgrenzen“

Forschungsprojekt im Rahmen der österreichischen Initiative „Mobilität der Zukunft“. Probleme der gegenwärtigen Mobilität werden beleuchtet, um der Herausforderung einer zukunftsfähigen Mobilität im Großraum Graz erfolgreich zu begegnen.

 

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